Friday, 16. may 2008
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15:00
Heute definiere ich für mich:
Ein Begriff, der ständig und überall auftaucht. Nur wie würde ich ihn definieren?
Individuell bedeutet für mich, auf den einzelnen Schüler zurechtgeschnitten bzw. auf seine Bedürfnisse achtend. Förderung steht für mich als ein Aufbauen defizitärer Grundlagen sowie Erkennung und Weiterentwicklung von Kenntnissen und Fähigkeiten. Dabei ist mir wichtig nicht den Schüler auf die Anforderungen des Bildungsplanes (oder Schulcurriculum) zu pressen sondern die Anforderungen an den Bedürfnissen des Schülers anzupassen. Als Grundvoraussetzung sehe ich Beobachtungsprotokolle und Standortsbestimmungen.
In meinem Unterricht setze ich es verstärkt mit den Methoden der ("zielgerichteten") Freiarbeit, Wochenplanarbeit, Beobachtungsbögen, Schülerselbsteinschätzung, Lerntagebücher und individualisierten Lernaufgaben ein.
Einen interessanten Artikel habe ich in der Fachzeitschrift "Pädagogik" [1] entdeckt, dort wurden 180 Lehrkräfte zum Thema "Individuelle Förderung" befragt. Dabei habe ich herausgelesen, dass der Großteil der Lehrer individuelle Förderung "alleine" (ohne Hilfe von Kollegen) betreiben und auf Grundlage von Klassenarbeiten. Außerdem werden Methoden zur individuellen Förderung nur einmal angewendet und bei kleinstem Widerstand kehren sie ins alte "bewährte" Unterrichtsmuster zurück.
Erschreckend fand ich auch, dass ein größerer Teil der Lehrer eine hohe Motivation des Schülers als Voraussetzung ansehen, um individuell fördern zu können. Und genau dadurch höre ich die alte Vorstellung von individueller Förderung heraus, punktuell und einmalig. Ich verstehe Individuelle Förderung als ein Unterrichtsprinzip, welches ständig in meiner Unterrichtsplanung hineinspielt. Ich versuche Methoden zu entwickeln, die es mir erleichtern individuell Aufgaben schülerorientiert herauszugeben. In Idealfall merkt der Schüler gar nicht, dass er jetzt "individuell gefördert" wird.
Ein tolles Zitat: "Jeder hat das Recht, er selbst zu sein... " [2]
AR
[1] Quelle: Pädagogik 03/08 "Was denken Lehrerinnen und Lehrer über individuelle Förderung?" von Claudia Solzbacher (S. 38 - 42)
[2] Zitat: Pädagogik 03/08 "Was denken Lehrerinnen und Lehrer über individuelle Förderung?" von Claudia Solzbacher (S. 39)
Individuelle Förderung
Ein Begriff, der ständig und überall auftaucht. Nur wie würde ich ihn definieren?
Individuell bedeutet für mich, auf den einzelnen Schüler zurechtgeschnitten bzw. auf seine Bedürfnisse achtend. Förderung steht für mich als ein Aufbauen defizitärer Grundlagen sowie Erkennung und Weiterentwicklung von Kenntnissen und Fähigkeiten. Dabei ist mir wichtig nicht den Schüler auf die Anforderungen des Bildungsplanes (oder Schulcurriculum) zu pressen sondern die Anforderungen an den Bedürfnissen des Schülers anzupassen. Als Grundvoraussetzung sehe ich Beobachtungsprotokolle und Standortsbestimmungen.
In meinem Unterricht setze ich es verstärkt mit den Methoden der ("zielgerichteten") Freiarbeit, Wochenplanarbeit, Beobachtungsbögen, Schülerselbsteinschätzung, Lerntagebücher und individualisierten Lernaufgaben ein.
Einen interessanten Artikel habe ich in der Fachzeitschrift "Pädagogik" [1] entdeckt, dort wurden 180 Lehrkräfte zum Thema "Individuelle Förderung" befragt. Dabei habe ich herausgelesen, dass der Großteil der Lehrer individuelle Förderung "alleine" (ohne Hilfe von Kollegen) betreiben und auf Grundlage von Klassenarbeiten. Außerdem werden Methoden zur individuellen Förderung nur einmal angewendet und bei kleinstem Widerstand kehren sie ins alte "bewährte" Unterrichtsmuster zurück.
Erschreckend fand ich auch, dass ein größerer Teil der Lehrer eine hohe Motivation des Schülers als Voraussetzung ansehen, um individuell fördern zu können. Und genau dadurch höre ich die alte Vorstellung von individueller Förderung heraus, punktuell und einmalig. Ich verstehe Individuelle Förderung als ein Unterrichtsprinzip, welches ständig in meiner Unterrichtsplanung hineinspielt. Ich versuche Methoden zu entwickeln, die es mir erleichtern individuell Aufgaben schülerorientiert herauszugeben. In Idealfall merkt der Schüler gar nicht, dass er jetzt "individuell gefördert" wird.
Ein tolles Zitat: "Jeder hat das Recht, er selbst zu sein... " [2]
AR
[1] Quelle: Pädagogik 03/08 "Was denken Lehrerinnen und Lehrer über individuelle Förderung?" von Claudia Solzbacher (S. 38 - 42)
[2] Zitat: Pädagogik 03/08 "Was denken Lehrerinnen und Lehrer über individuelle Förderung?" von Claudia Solzbacher (S. 39)
von Lehrer Swami
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veröffentlicht in: Definitions-Sache
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